Olbrückhalle ist in die Jahre gekommen

Olbrückhalle ist in die Jahre gekommen - Bild: Olbrückhalle Niederdürenbach

NIEDERDÜRENBACH. hwk. Dass die Olbrückhalle in Niederdürenbach in die Jahre gekommen ist, ist in der Brohltalgemeinde hinlänglich bekannt. Der Gemeinderat und einige interessierte Zuhörer wissen jetzt aber auch, wie groß der konkrete Handlungsbedarf und die damit verbundenen finanziellen Dimensionen sind. Denn angesichts des Gebäudealters von fast 50 Jahren und des erheblichen Sanierungsstaus denken die Gemeindevertreter auch über einen Neubau nach.

Joachim Kleimann und Dirk Grones vom Büro KG Architektur hatten die Bausubstanz und die Gebäudetechnik eingehend geprüft und berichteten jetzt im Rat über die Ergebnisse ihrer Untersuchung. Sie sprachen von bauphysikalischen Mängeln, veralteter Anlagentechnik, einem nicht mehr zeitgemäßen baulichen Zustand, Defiziten im baulichen Brandschutz und einer Nichtbeachtung von Unfallverhütungsvorschriften.

In der Olbrückhalle haben nicht nur die Ortsvereine ihr Zuhause, hier findet auch der Sportunterricht der Grundschule am Maar statt. Und auch diesbezüglich wurden Mängel offensichtlich:“ Es ist keine normgerechte Nutzung für den Schulsport möglich“, sagte Dirk Grones. Zudem seien die Nebennutzflächen und Abstellflächen nicht ausreichend, die Kapazitätsgrenze sei bei der Halle ganz einfach erreicht.

Die Kosten für eine umfängliche Sanierung mit einem Rückbau bis zum Rohbauzustand bezifferten die Architekten auf 1,975 Millionen Euro. Ein Komplettabriss und Neubau in gleicher Größe würde mit 2,121 Millionen Euro zu Buche schlagen. Und wie sieht es mit einem Neubau mit einer größeren Grundfläche und somit besseren Bedingungen vor allem für den Schulsport aus? Dafür wären 2,8 Millionen Euro fällig.

„Das Ganze ist kein Wunschdenken, sondern eine Notwendigkeit, die in jedem Fall auf uns zukommt“, beurteilte Ortsbürgermeister Sebastian Schmitt die Faktenlage. Man kenne jetzt den Kostenrahmen, sei aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beschlussfähig. Er stelle aber auch eines grundsätzlich fest: „Wir können als Ortsgemeinde die Kosten für eine solche Halle nicht alleine tragen. Insofern müssen wir jetzt prüfen, welche Fördermöglichkeiten uns zur Verfügung stehen.“

Zum weiteren Vorgehen wurde folgender Beschluss gefasst: Neben dem Sanierungs- und Nutzungskonzept sollen die bisher auf Grundlage von Kennwerten pauschal vorliegenden Kosten eines Neubaus im Rahmen eines Raumkonzepts konkretisiert werden. Gleichzeitig werden Abstimmungen vorgenommen, welche Mindestgröße der Sporthalle für Schulsport zugrunde zu legen ist.

Die Gemeinde hat ein altes Gebäude in Nachbarschaft zur Burghalle gekauft und inzwischen abgerissen. Die Fläche soll nun überplant und im Rahmen der Dorferneuerung gestaltet werden. Den Planungsauftrag vergaben die Mandatsträger ans Büro Hicking. Die Kosten belaufen sich auf 6.200 Euro. Die Baukosten für die Maßnahme schätzt das Planungsbüro auf rund 60.000 Euro.

Auch über den Jahresabschluss 2020 hatten die Mandatsträger zu befinden. Die Zahlen stellte Ratsmitglied Kerstin Weidenbach vor, über die Rechnungsprüfung informierte Ratsmitglied Ralf Becher. Die Ergebnisrechnung weist einen Überschuss von 25.000 Euro aus, die laufende Finanzrechnung schließt mit einem positiven Saldo von 116.000 Euro. Nach einer Tilgung in Höhe von 31.000 Euro reduzieren sich die Verbindlichkeiten der Gemeinde auf 284.000 Euro. An liquiden Mitteln standen zum Jahresende 86.000 Euro zur Verfügung.

Die Dorfjugend von Hain hat endgültig grünes Licht für die Einrichtung eines Jugendraums in der Burghalle. Einer der Jugendlichen, Jonas Weidenbach, stellte eine Vereinbarung mit der Gemeinde vor, die anschließend sowohl von der Jugendgruppe als auch vom Rat unterzeichnet wurde. Der Text ist ein Regelwerk, mit dem eine komplikationsfreie Nutzung des Jugendraums sichergestellt werden soll.

Auch Niederdürenbach beteiligt sich an einer Bündelausschreibung für den kommunalen Strombedarf. Die Gemeindevertreter entschieden sich für Ökostrom mit einer 33-prozentigen Neuanlagenquote. Erneut müssen die acht großen Kastanienbäume in der Dorfstraße im Ortsteil Hain per Zugversuch auf ihre Verkehrssicherheit überprüft werden. Die Kosten belaufen sich auf 6.300 Euro.

Das Sanierungskonzept / Präsentation als PDF:
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