Dorferneuerung in Niederdürenbach - erweiterte Flächen

Dorferneuerung in Niederdürenbach - erweiterte Flächen

Niederdürenbach - Hans-Willi Kempenich. An der Burghalle im Niederdürenbacher Ortsteil Hain soll im Zuge der Dorferneuerung der derzeitige Dorfplatz durch eine bisher nicht genutzte, angrenzende Fläche erweitert werden. Planerin Christiane Hicking (Adenau), die auch die Moderation der Dorferneuerung in Niederdürenbach begleitet und organisiert, stellte dem Gemeinderat jetzt ihren Gestaltungsentwurf vor. Der kam bei den Gemeindevertretern durchweg gut an. Wenn nur die hohen Kosten nicht wären!  

Vorgesehen ist eine von heimischen Hölzern durchzogene und pflegeleichte Grünanlage mit Grasflächen und einem langen Tisch für die Dorfgemeinschaft. Eine gegenüber dem bisherigen Platz leicht erhöht liegende Pflasterfläche kann bei Bedarf mit wenigen Handgriffen als kleine Veranstaltungsbühne genutzt werden. Komplettiert wird die Anlage mit einer Infotafel mit Wanderkarten sowie einem Insektenhotel. Die vorhandenen Parkflächen bleiben im Übrigen alle bestehen.

Unübersehbarer Blickfang wird aber zweifellos ein kleines Ensemble an Stahlschnitten sein, in dessen Mittelpunkt die Darstellung der Sage vom „Schmied von Niederdürenbach“ steht. Nach der Überlieferung hat der listige Handwerker einst Angreifer der Burg Olbrück auf eine falsche Fährte gelockt, indem er die Hufeisen der eigenen Pferde in umgekehrter Richtung anbrachte. Die Kunstwerke müssen übrigens nicht eigens für die Platzgestaltung geschaffen werden. Vielmehr sind sie schon vor Jahren entstanden, wurden bislang aber nicht aufgestellt, weil ein passender Platz dafür fehlte. Der wurde jetzt an exponierter Stelle am Rande des neuen Dorfplatzes gefunden.

Die Gesamtkosten für die Platzgestaltung belaufen sich nach einer Kalkulation von Christiane Hicking auf rund 110 000 Euro, die jedoch durch eine Förderung über die Dorferneuerung und mit Eigenleistungen noch deutlich reduziert werden können. „Je nach Förderhöhe bleibt ein Gemeindeanteil zwischen 32 000 Euro und 43 000 Euro“, gab die Planerin bekannt. „Die Kosten sind in der Tat sehr hoch“, findet auch Ortsbürgermeister Sebastian Schmitt. Dabei habe man sich an keiner Stelle für besonders teure Materialien oder aufwendige Gestaltungsvarianten entschieden. Dennoch will sich der Rat jetzt auf die Suche nach weiteren Einsparmöglichkeiten machen. 

Die Mandatsträger nahmen die Planung, die einige der im Rahmen der Dorfmoderation genannten Vorschläge aufgegriffen hat, zur Kenntnis. Christiane Hicking wird ihnen jetzt eine detaillierte Liste mit den Kosten aller Einzelmaßnahmen zukommen lassen. Darüber wird dann der Bauausschuss beraten und dem Gemeinderat letztendlich eine Beschlussempfehlung geben.

Einstimmig vergaben die Gemeindevertreter auch den Auftrag für die Fortschreibung des Dorferneuerungskonzeptes ans Planungsbüro Hicking. Die Kosten belaufen sich auf 12 000 Euro, die vom Land mit 90 Prozent bezuschusst werden. Das vorhandene Konzept stammt aus den Jahren 1996/1997 und wurde bisher noch nicht aktualisiert. Um in den Genuss einer Förderung zu kommen, muss das Papier aber auf einem aktuellen Stand sein.

Grünes Licht gab der Rat auch für einen Gestattungsvertrag zwischen der Ortsgemeinde und dem Radsportclub „Wildpferde“ Weibern für die Durchführung der 26. Weiberner Countrytourenfahrt „Rund um die Burg Olbrück“ am 26. Mai, bei der auch Niederdürenbacher Gemeindegebiet durchfahren wird. Gegenüber den Vorjahren bleibt die Streckenführung unverändert.

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